Wer oder was ist der Mensch?

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie Sie ...ja Sie...  sich als Mensch eigentlich sehen? Nein?

 

Das kann aber recht spannend werden. Versuchen Sie es doch einmal! Dann wird Ihnen recht schnell klar werden, was Sie in Wahrheit über sich und die anderen denken: 

 

  • Ob Sie die anderen alle für "Dünnbrettbohrer" oder "Schattenparker" halten
  • Oder ob Sie sich manchmal so richtig klein und mickrig fühlen
  • oder ob Sie denken: "Das hat mit der Welt sowieso alles keinen Sinn mehr...ich hau ab!"
  • Oder ob Sie sich als Mensch eigentlich ganz in Ordnung finden und ihn - den Menschen an sich - vielleicht als etwas überholungsbedürftig ansehen

 

oder...oder...oder

 

Als kleine Anregung stelle ich Ihnen hier mein persönliches Menschenbild zur Verfügung. Lustiger Weise hat sich das seit 10 Jahren nicht verändert, grins.

 

Wenn Sie Lust haben, schicken Sie mir doch Ihre Entwürfe oder Sichtweisen. Ich würde mich sehr darüber freuen.

 

"Ich sehe den Menschen als ein göttliches Wesen, das in seinem tiefsten Innern,

in den tiefsten Schichten seines Seins bereits vollkommen ganz und heil ist  – ohne Mangel.

 

Der Mensch trägt daher alle Fähigkeiten, Potentiale und Möglichkeiten

zur Entdeckung seines wahren Selbst von Geburt an in sich. 

 

Er bewegt sich in einer Ganzheitlichkeit, in einem bemühenden Ausgleich von Körper, Geist und Seele.

In Anlehnung an das humanistische Menschenbild, gehe ich davon aus,

dass der Mensch nach einem Sinn seines Lebens fragt. 

Er ist bemüht, seinen Sinn bzw. seine Aufgabe im Leben zu finden.

Dies tut er fortwährend im Bestreben, in der weltlichen Existenz sein Dasein zu sichern,

sich in dieser Welt zurecht zu finden, seine Bedürfnisse zu erkennen, um diese dann auch befriedigen zu können.

 

Der Mensch lebt demnach zielgerichtet und orientiert sich an Werten, die sein Handeln prägen. 

Doch befindet er sich auch Zeit seines Lebens in einem kontinuierlichen Entwicklungsprozess.

In diesem Prozess werden seine Wertauffassungen ständig variiert, differenziert und verfeinert.

Die ihm innewohnenden Potentiale ermöglichen es ihm grundsätzlich, sein Wesen,

sein wahres Selbst,

seinen göttlichen Wesenskern in diesem Prozess besser kennen zu lernen und sich zu vervollkommnen,

d.h. zu erkennen, dass er bereits vollkommen ist. 

Das Streben nach Vervollkommnung wohnt jedem Menschen inne und bringt seine göttliche Natur zum Ausdruck.

Er ist von Natur aus gut und auf Frieden, Harmonie und Liebe bedacht. Ich sehe dabei die Liebe als die eigentliche, treibende Kraft des Menschen an, welche in seiner Suche und in seiner Sehnsucht ihren Ausdruck findet." 

 

(Jeanette Richter)

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Bernd (Dienstag, 10 November 2009 13:47)

    Liebe Jeanette,
    ich teile Deine Ansicht über das Wesen des Menschen.Ich gehe davon aus das wir vollkommen sind,aber trotzdem immer weiter nach dem suchen was wir Vollkommenheit nennen.
    Wenn wir von dem Satz ausgehen:Oben wie Unten,dann sind wir doch göttlich.Aber das hat weniger mit unserer Physis zu tun,sondern mehr mit den Persönlichkeitsanteilen in uns.
    Wie kann ich Liebe erwarten wenn ich nicht selbst diese Liebe ausstrahle,wie kann ich mit Menschen arbeiten,wenn ich sie nicht liebe?
    So geht es mit allem,auch mit ganz alltäglichen Dingen und Situationen.
    Wenn ich es schaffe Wertungen zu vermeiden,dann kann ich Hintergründe erkennen,wenn ich in allem diese Göttlichkeit erkenne,dann kann ich/können andere in Frieden miteinander leben.
    Wir haben einen Lernauftrag.
    Lg Bernd